Einzige Tochter des Grafen Konrad II. von Auxerre aus dem Hause der WELFEN und der Adelais; Schwester von König Rudolf I. von Hoch-Burgund
Adelheid erhielt 888 die Abtei Romainmotier.
Diener, Ernst: Seite 75
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"Könige von Burgund aus dem Hause der Welfen"
in: Genealogisches Handbuch zur Schweizer Geschichte
I. Band: Hoher Adel Zürich 1900-1908
2. Adelheid
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888 VI.10. Rodulfus
..... rex .... Adeleydis
soror
nostra (Origines Guelficae II Probat. p. 103),
verheiratet mit Graf
Richard von Autun, Halbbruder König
Bosos von Nieder-Burgund und der Richilde,
Gattin KARLS DES KAHLEN
Mutter König Rudolfs von
Frankreich
Witwe 921 (Flodoardi Ann. SS III 921, vgl. auch Lippert;
Geschichte des westfränkischen Reiches unter König Rudolf, Diss
Leipzig 1885 p. 20 ff.)
macht 929 VI. 14. (Alex. Bruel: Etude sur la chronologie
des rois de France et de Bourgogne ... aux IX et X siecles, in: Bibl. de
l'ecole des chartes 41 (1880 p. 25) eine Schenkung an Cluny pro anima germani
et dulcisssimi mei Rodulfi regis (1) ....
pro requie domni piae memoriae principis
Richardi, ac pro Willa regina (1) ...
pro me et domno Rodulfo rege, filio
meo, et item Rodulfo rege (3), neptos
meo; pro aliis quoque filliis meis, Hugone, Bosone et Ludovico neptos;
unterzeichnet u.a. Signum Adeleydis
comitissae, regiae matris et abbatissae - signum Judithae filiae
Rudolfi regis (10) -- signum
Ugonis incliti comitis atque fratis Augusti Rodulfi
regis (Orig. Guelf. II Probat. p. 104 ff.). - Betr. Judith s.
11. -
Hugo
ist offenbar der unter Adelheids
Söhnen
genannte, also ein Bruder des Königs von Frankreich.
Dessen, und nicht
Rudolfs II.
von Burgund
Sohn ist der genannte Ludwig,
der nepos - Enkel
Adelheids; vgl. Hugonis
Flavin. chron. SS VIII 359: Anno ab incarn. Dom. 936 rex
Rodulfus absque liberis defungitur, nam Ludovicus filius eius,
quem habuit ex Emma
regina, ante obitum patris est defunctus.
Noch Krüger, Der Ursprung des Welfenhauses etc.,
1899, Stammtafel II. bezieht die Stelle auf den König von Burgund
und gibt ihm Emma als 1. Gemahlin,
obschon
Rudolf II. v. B. 921/22
Berta
von Alemannien heiratete und 924 IV. 6. König
Rudolf (v. Fr.) mit seiner Gattin Ymma
urkundlich erscheint (Gallia christ. IV Instr. col. 71).
[Am 10. Juni 888 urkundete König
Rudolf I. von Hoch-Burgund in Vabrevilla für seine Schwester
Adelheid
(Rec. de chartres de Cluny I, ed. A. Bernard-A. Bruel, Seite 40 nr. 33).]
Rudolf hingegen mag
vielleicht durch verwandtschaftliche Rücksichten angehalten worden
sein, sich der südlich angrenzenden Rhonelande zu bemächtigen;
hatte doch seine Schwester Adelheid
den Bruder
Bosos, den Grafen Richard
von Autun zum Gemahl.
Der Eintrag von 890 zeigt neben LUDWIG
DEM BLINDEN und seiner Mutter Irmingard
wiederum den Grafen Richard von Autun, und zwar mit seiner Gemahlin
Adelheid.
[Ludwig von Thurgau
wird in einer Urkunde Adelheids, der
Schwester König Rudolfs I. von Hoch-Burgund
und Gemahlin Richards von Autun/Boulogne, als ihr nepos bezeichnet,
auch König Rudolf II. wird dabei
als ihr nepos genannt.]
Schwager, Helmut: Seite 39, 161/62 mit Anm. 623
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Graf Heribert II. von Soissons. Verlag Michael Lassleben
Kallmünz/Opf. 1994 Seite 9,39, 161/62 mit Anm. 623
Doch gelang es Graf Richard, der über eine
Ehe mit der WELFIN
Adelheid
(+ nach 929), Schwester König
Rudolfs I. von Hoch-Burgund, den Rücken frei hatte, die
Grafschaften Auxerre, Troyes und Sens unter Kontrolle zu bringen.
[Ausgegangen sind solche Behauptungen von einer einzigen
Quelle, nämlich der Urkunde Herzogin Adelheids
von Burgund (+ nach 929), der Witwe Herzog Richards des Gerechten,
vom 14. Juni 929 aus Boyer, in der sie die Abtei Romainmoutier an die Benediktiner-Abtei
Cluny verschenkt (Receuil de Chartres de Cluny 1, ed. Bruel, 359 nr 379)
und .. dehinc pro me et domno Rudolfo rege,
filio meo, et item Rudolfo rege, Ludovico
nepote meo; ... pro aliis quoque filis meis Huguone,
Bosoneet
Ludovico
nepote
... beten läßt, wobei man "Ludovico nepote" mit dem frühverstorbenen
Enkel Adelheids identifizieren könnte.
Verschiedenen Analisten und Historikern ist hier ein gravierender Fehler
unterlaufen. Sie interpretieren nämlich "Ludovico
nepote" als "Enkel"
Herzogin Adelheids
- wobei sie jedoch mangels Beweisen auf Hilfskonstruktionen, wie
zum Beispiel eine zweite. Ehe König Rudolfs
mit einer gleichnamigen "Emma" (so Alberich von Trois-Fontaines), angewiesen
sind; dagegen ist die Deutung "Neffe" ebenfalls möglich, ja sogar
bedeutend wahrscheinlicher, gibt es doch in der Urkunde einen "nepos" namens
"rex
Rudolf", der mit
König Rudolf
II. von Hoch-Burgund (+ 937) identisch sein dürfte, und
einen "nepos Ludovicus" als dessen
Bruder Graf Ludwig.]
Schneidmüller Bernd: Seite 78
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung"
Undeutllich bleibt das Konglomerat von Herrschaft und Besitz, das sich Konrad und sein Sohn Rudolf in den mehr als 20 Jahren seit Zuweisung der Amtsgewalt in den W-Alpen aufgebaut hatten. Immerhin wird ihr Rang in diesem Raum durch die Ehe von Rudolfs Schwester Adelheid mit Herzog Richard Justitiarius von Burgund ebenso deutlich wie in der welfischen Namengebung des aus dieser Ehe hervorgetretenen Nachfolgers Rudolf, Herzog von Burgund.
Kienast Walter: Seite 89
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"Der Herzogstitel in Deutschland und Frankreich (9. bis
12. Jahrhundert)"
Richard ist 921 gestorben. Seine Witwe
Adelheid,
Schwester
König
Rudolfs I. von Hoch-Burgund, urkundet als comitissa.
Es ist dies einer der frühesten Belege für die weibliche Form
des Titels.
oo Richard I. der Gerichtsherr Herzog von Burgund
um 850-1.9.921
Kinder:
Rudolf Herzog von Burgund
vor 890-14./15.1.936
Hugo I. der Schwarze
-17.12.952
Boso Graf von Vitry
-13.9.934
Irmgard
-
oo Giselbert Graf von Chalon-sur-Saone
-8.4.936
Richilde
-
948/55
oo Leotald II. Graf von Burgund-Macon
-17.9.965
Adelheid
-
oo Reginar II. von Hennegau
-
Literatur:
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Diener, Ernst: Könige von Burgund aus dem
Hause der Welfen. in: Genealogisches Handbuch zur Schweizer Geschichte
I. Band: Hoher Adel Zürich 1900-1908 Seite 73-82 - Ehlers Joachim/Müller
Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige
des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München
1996 Seite 36 - Hlawitschka Eduard: Lotharingien und das Reich an
der Schwelle der deutschen Geschichte. Anton Hiersemann Stuttgart 1968
Seite 79,86,96,216,241,249 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen.
Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln
2000 Seite 78 - Schwager, Helmut: Graf Heribert II. von Soissons.
Verlag Michael Lassleben Kallmünz/Opf. 1994 Seite 9,39, 161/62 mit
Anm. 623 -